Verlagerung einer Zellulosefabrik aus Norwegen nach Vietnam Verlagerung einer Zellulosefabrik aus Norwegen nach Vietnam

Verlagerung einer Zellulosefabrik aus Norwegen nach Vietnam

Lage: Norwegen nach Vietnam (ca. 8.100 km)
Zeit der Ausführung: 17 Monate
Anzahl der LKWs: 1,240 Gewicht von abgebauten
Geräten: 35,000 Tonnen
Anzahl der Schiffe:
5 Seeschiffe

Als Teil dieses Projektes wurde eine Zellulosefabrik verlagert – ein Betrieb, das Holzspäne in Papierbrei transformiert, der im Nachhinein für die Papierproduktion genutzt wird. Der Gesamtverlagerungsprozess dauerte ca.
17 Monate. Die Demontage- und Montageprozesse beinhalteten, u.a., die Verlagerung einer ganzen Produktionslinie,
eines enormen Regenerationskessels, von Produktionslinien für das Färben des Zellulosebreis sowie für die Verdunstung von Wasser.
Die größte Herausforderung dieses Projektes war die Koordination von Arbeiten, die mit dem Versand, den Kranarbeiten sowie der Anlieferung roher Stoffe zu tun hatten. Das hing damit zusammen, dass Norwegen kein Mitgliedstaat der Europäischen Union ist und alle Arbeitsetappen eine Menge Genehmigungen und Zertifikate benötigten.

AUFGETRETENE PROBLEME UND WIE DIESE GELÖST WURDEN

Die Größe der Schiffstransporte war eine riesige Herausforderung. Es wurden 1.400 Container gesendet, mit durchschnittlich 18 Tonnen pro Container. Um dieses Vorhaben zu illustrieren: Sollte die Ladung auf LKWs gepackt werden, wäre es eine ununterbrochene Linie von 23 Kilometern. Während wir in Tofte in Norwegen arbeiteten, hatten dieselben Kräne einen schweren Unfall in Mekka, Saudi-Arabien (bei einem anderen Projekt eines anderen Auftragnehmers). Deswegen musste die Arbeit für einige Tage unterbrochen werden, damit ihre technische Kondition überprüft werden konnte. Die Verlagerungsprojekte werden oft in verschiedenen Ländern realisiert und deswegen ist es besonders wichtig, die lokalen Bräuche und Traditionen zu respektieren. Viele längerfristige Projekte finden während Feierlichkeiten statt. Das sind wichtigste Momente, um den Respekt für lokale Gewohnheiten und Kulturen zu zeigen. Ein gutes Beispiel ist ein Projekt, das zu Weihnachten stattfand. Aus diesem Anlass wurde der 80-Meter hohe Kran mit einem Weihnachtsbaum dekoriert, was ein wichtiges Zeichen für die lokale Gesellschaft setzte.

In über 18 Jahren habe ich bei Pol-Inowex über 35 Projekte durchgeführt, die ich “meine“ Projekte nennen kann. Ich habe an über 50 Projekten teilgenommen, in denen ich zur Ausführung unterschiedlicher Aufgaben als unterstützende Partei delegiert wurde (z.B. Kalkulationen oder Operationsmanagement). Es gibt keine zwei ähnlichen Demontageprojekte. Auch der Demontageprozess wird bei derselben Art von Maschinen in einer Firma aus derselben Branche, aber an einem anderen Ort, automatisch eine ganz andere Erfahrung (z.B. unterschiedliche Technologien wegen der Klimaspezifik). Jedes Projekt wird spezielle Bedingungen schaffen und eine Nachfrage, die auf eine spezielle und personalisierte Art und Weise adressiert werden soll, haben, egal wie ähnlich es einem anderen zu sein scheint. Daher gibt es in dieser Industrie keine zwei Projekte, die man kopieren könnte – jeder Fall ist ein Fall für sich. Alleine der Projektort schafft manchmal Probleme. Es gibt Situationen, wo eine Schraube eines gewissen Typus gebraucht werden soll, und der Baumarkt zwei Stunden entfernt liegt. Bei solchen Anlässen muss man einfach abwarten und die wertvolle Zeit verschwenden. Es gibt auch unterschiedliche Arten von Investoren – einige räumen den Vorrang der Verschiffung ein, die anderen suchen überall nach Ersparnissen. In diesem Fall werden die Geräte nach preisgünstigster Methode transportiert, die meistens viel langsamer ist. Lokale Bewohner gehen mit der Tätigkeit auch mit unterschiedlichen Ansichten um. In einigen Regionen, auch in Westeuropa, in einem potenziell ruhigen Dorf, wo die verlagerte Fabrik Arbeit für die meisten Bewohner sichert, kann unsere Konstruktionsarbeit plötzlich wegen der Perzeption der Verlagerung als Rücknahme von lokalen Jobs zu hostiler Umgebung werden. Bei solchen Fällen ist das Anstellen zusätzlicher Sicherheitsdienste notwendig, um das Personal vor Ort zu schützen, sowie damit es zu keinen Verzögerungen kommt. Lokale Bewohner ändern ihre Ansichten, sobald sie sehen, dass der bisherige Besitzer des Betriebes einen anderen hochtechnologischen Betrieb zu bauen verspricht.
– Michał Makowski, Projektmanager, Pol-Inowex

 







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